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Kaffesatzleserei, Prophezeiungen und auch seriöse Vorhersagen über das Wieder-Ansteigen des Goldpreises gab und gibt es zuhauf. Sie reichen von verschwörungstheoretischen Ansätzen bis hin zur tatsächlichen Analyse über Bargeldemission der Zentralbanken sowie eines schwächeren Dollarkurses. Manchmal treffen diese Vorhersagen auch tatsächlich ein, und Gold kann über einen langen Zeitraum hinweg beachtlich zulegen. So geschah es beispielsweise ab der Jahrtausendwende bis hin zum Jahr 2010. In diesem Zeitraum stieg der Goldpreis von ca. US$ 300 auf knappe und seitdem unerreichte US$ 1,900 pro Unze. Und natürlich gibt es auch jetzt wieder etliche Stimmen, die eine baldige Wiederholung dieses oder sogar eines neuen Rekordwertes vorhersagen.

Goldpreis 1995-2015

​Kann die historische Höchstmarke von USD 1,900/Unze wieder geknackt werden? Wichtiger für Gold als produktives Anlagegut ist allerdings die Nachhaltigkeit des Preisanstieges, also die makroökonomischen Faktoren im Hintergrund, die Stabilität des Goldmarktes sowie die wirtschaftliche Gesundheit seiner Produzenten

Die Faktoren für den derzeitigen Anstieg sind real – Gegenkräfte sind nicht in Sicht

Ich halte normalerweise wenig von herbeigejubelten Höchstmarken, denn nachhaltig sind diese in der Regel nicht…wenn sie sich überhaupt einstellen. Zuletzt konnte man die Folge einer Preishysterie bei Lithium und Kobalt beobachten. Obwohl diese Metalle zweifellos in hoher Nachfrage stehen, ließ die Erholung der Preise nach dem Hype diese dermaßen in den Keller stürzen, dass die entsprechenden Produzenten lange Zeit benötigten, um sich davon zu erholen…bzw. immer noch dabei sind, dieses zu tun. Soweit die Preise 2018 für diese beiden Metalle über das Ziel hinausschossen, so sehr fielen sie in der zweiten Jahreshälfte wieder ab. Und in der Tat deutlich unter den eigentlich ‚gerechten‘ Marktpreis.  

Dennoch bin ich optimistisch, was baldige Gold-Höhenflüge betrifft. Und Investoren sollten sich breit aufstellen, um umfassend  davon zu profitieren: Ein ungeschminkter Blick auf die globale wirtschaftliche Gesamtsituation zeigt die Grenzen des ‚Fiat-Money‘ Systems auf und lässt Gold als Fluchtpunt umso attraktiver erscheinen. 

Dementsprechend lässt sich feststellen, dass die Zentralbanken, selber einerseits verantwortlich für die Niederzinsfalle und die zunehmende Unfähigkeit auf künftige Krisensituationen noch mit Geldpolitik zu reagieren, auf der anderen Seite Gold in Rekordhöhe kaufen.  Im Jahr 2018 fügten sie ihren Reserven mehr Gold hinzu als in jedem anderen Jahr der letzten fünf Jahrzehnte. Fed und EZB haben bereits eine Weiterführung der Nullzinspolitik beschlossen und Assetkäufe der anderen großen Notenbanken in Indien und Japan deuten in dieselbe Richtung. 

Ein falleder Dollarkurs ist vor dem Portrait Donald Trumps abgebildet

​Der 45. US Präsident setzt häufig alles auf eine Karte. Die wachsende Zahl seiner internationalen Gegener aber dürfte mittelfristig zu einer Schwächung des Dollars als Welt-Reservewährung führen - und damit zu einem sinkenden Kurs.

​Nicht sehr viel anders sieht es mit dem zweiten wichtigen Parameter der Goldpreisrelation aus, dem Wert des US Dollars. Dessen eindeutige Hegemonie darf zumindest angezweifelt werden, denn das Vertrauen in den Dollar hat durch die amerikanische Außen- und Wirtschaftspolitik stark gelitten. Der Dollar als Weltreservewährung kann aber nur existieren, wenn dieser ein globales Vertrauen genießt, denn schließlich werden die internationalen Schulden in Dollar nominiert. Schuldner und Gläubiger werden dies aber nur tun, wenn sie sicher sind, dass die Währung stabil gehalten wird. Sonst könnte man auch in ghanaische Kedi notieren. Zusätzlich zu den politischen Schäden muss der Dollar auch schwächelnde ökonomische Aussichten und Indexbilanzen verkraften.

Amerikas ‚Partner‘ jedenfalls dürften nachhaltig verstimmt sein, und insbesondere die von Trump gepeinigten Staaten könnten den Dollar gezielt unter Beschuss nehmen. Der Handelskrieg mit China und teilweise der EU sowie die Wiedereinführung von Sanktionen gegen den Iran hinterlässt eben keine neuen Freunde, sondern nur Antagonisten. Unterdessen hat Europa die neuen US-Sanktionen gegen den Iran als Gelegenheit zum Ausbau der Infrastruktur des Euro genutzt. Brüssel will sich den zweiten Platz sichern und die gemeinsame Währung mittelfristig als vollwertige Alternative zum US-Dollar etablieren. Um es klar zu sagen: Der Dollar ist schon oft totgesagt worden, und ich gehöre nicht zu denen, die seinen schnellen Untergang herbeireden. Aber eine Weltwährung benötigt Partner, die dessen Stellung akzeptieren. Durch die fortschreitende Entfremdung zwischen den USA und dem Großteil der ‚Restwelt‘ hat dieses Partner- und Akzeptanzsystem zweifellos Schaden genommen.

 Während also eine deutliche Schwächung des Dollars eintreten könnte, wird China seinen Aufstieg im Zuge der weiteren Liberalisierung seiner Finanzmärkte fortsetzen. Inmitten dieser Liberalisierung könnte der Goldmarkt aufgrund von Goldeinkäufen chinesischer institutioneller Investoren einen starken Nachfrageanstieg erfahren. Dies wird Chinas Position als weltweit führender Goldkonsument (und gleichzeitig Produzent) festigen und den physischen Goldhandel an der Shanghai Gold Exchange weiter ankurbeln. China könnte also auch im Goldhandel die erste Stelle besetzen.


​Anleger können und sollten profitieren - und zwar in erster Linie durch Gold als Anlage- und Spekulationsobjekt

Des Öfteren habe ich in vergangenen Blogeinträgen zu dem Thema Gold als Anlageprodukt Bezug genommen, und darauf hingewiesen, dass der Anstieg des Goldpreises nur eine Frage der Zeit sein kann. In den Monaten seit ca. 2016, in dem Gold um die USD 1,300-Marke herumstromerte, war Gold m.E. nach preiswert – eigentlich zu preiswert. Dies waren die optimalen Zeiten, um günstig physisches Gold zu kaufen, als Absicherung und ggfs. auch als Produkt für längerfristige Sparpläne. Der direkte Goldkauf hat ebenfalls bei einem hohem Dollar Sinn gemacht. Natürlich ist die Zugabe von Gold zu Zwecken der Absicherung theoretisch zu jedem Zeitpunkt sinnvoll, aber Goldbarren sind natürlich zunehmend teurer und damit weniger attraktiv als noch vor ein paar Monaten.

Anlegen in Gold: Es gibt viele Methoden und Ziele

Gold als Anlageprodukt ist mehr als nur Münzen und Barren - Anleger sollten Ihre Ziele nach persönlichem Bedarf, aber auch nach Preis und Preisaussichten richten. Und die sind im Juli 2019 anders als im Juli 2018

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Cover Investieren in Gold

​Große Goldproduzenten auf dem Vormarsch

​Aber da die Aussichten für Gold positiv und weitgehend stabil sind, erscheint es ebenfalls deutlich, dass vor allem Goldaktien durch diesen Trend profitieren werden. Dies auch nicht zuletzt dank der Tatsache, weil Unternehmen einen Transformationsprozess durchlaufen haben bei dem sie sich auf Reduzierung von Kosten sowie die Erhöhung der Gewinnspanne konzentrieren. Nach mehreren Jahren der kreativen Zerstörung in diesem Sektor stehen die meisten Unternehmen nun auf einer viel gesünderen Basis. Die jüngste M&A-Welle scheint diese Einschätzung zu bestätigen (siehe dazu diesen Blogeintrag). 

Dadurch Goldaktien die Chance haben, auch wieder allgemeine Investoren anzusprechen. Aufgrund der Tatsache, dass die hinter dem Aufschwung stehenden ökonomischen und politischen Kräfte ziemlich eindeutig in Richtung nachhaltiger Wiederbelebung des Goldpreises deuten, haben die Goldproduzenten des Metalls seit langem wieder die erste Gelegenheit als ‚investierbare Anlageklasse‘ aufzutauchen.

Die Entwicklung und Einführung innovativer Technologien wird dazu beitragen, dass Goldwerte für Investoren wieder attraktiv werden, wobei angesichts der relativ jungen Innovationsbereitschaft des Bergbausektors erhebliche Gewinne erwartet werden. Operationszentren werden den automatisierten Betrieb mehrerer Minen unter einem Dach steuern.

Allerdings wären auch niedrigere Explorationskosten und größere Entdeckungserfolge erforderlich, um den zukünftigen Bedarf an Gold zu decken. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer – denn sowohl das eine als auch das andere ist in den letzten zwanzig Jahren zu beobachten gewesen.

Grafik zeigt Ansteige der Explorationskosten und sinkende Goldexploration, also die Peak Gold Theorie

​Während die Quantität neu entdeckten Goldes abnimmt (blaue Balken), steigen die Kosten für jede neu entdeckte Unze an (gelbe Kurve). Gold wird also seltener und teurer.

​Eine Lanze für die Spekulation mit Gold: Top-Explorer werden zu den Gewinnern gehören

Und während diese Tatsache den großen Goldproduzenten wenig gefallen dürfte, sollten die zunehmenden Schwierigkeiten bei der Auffindung neuere produktiver Goldlagerstätten den Explorern oder Junior Minern in die Hände spielen. Denn ihre Dienste sind zunehmend gefragt. Wer jetzt in namhaften produktiven Goldregionen einigermaßen erfolgreich nach Lagerstätten sucht, dürfte unter dem derzeitig herrschenden Szenario teilweise spektakuläre Kursanstiege verzeichnen. Ein gutes Beispiel dafür ist der von Explorado analysierte und in Nevada tätige Explorer Blackrock Gold Corp, der in den letzten drei Monaten um 275 Prozent anstieg.

Grafik Gold Explorer Blackrock Gold Corp

Explorer mit hochkarätigen Projekten profitieren vom Goldpreisanstieg - wie hier der Kurs von Blackrock Gold Corp seit Frühjahr 2019 zeigt

​Investoren haben also nun die Gelegenheit, auf vielfältige Art und Weise von dem Goldboom zu profitieren. Während die etablierten Produzenten wie Barrick, Newmont und Co. aufgrund der oben beschriebenen Tatsachen für Anleger gute Renditen einfahren sollten, kann man auch Teile des Portfolios auf die risikoreicheren aber noch renditestärkeren Explorer ausdehnen.

​Sie wollen wissen, wie Sie am besten in Gold und andere Metalle investieren können?

 Hier direkt weiterlesen, um alle wichtigen Fragen für Anleger zu klären


INHALT

  • So können Sie von den großen Trends der Zeit profitieren: Egal ob Nullzinspolitik, Energiewende oder die zunehmende Verstädterung
  • ​Wie entwicklen sich die Preise für Gold und andere wichtige Metalle (Lithium, Kobalt, Kupfer etc)?
  • Welche Kräfte bestimmen die Entwicklung bei diesen Metallen? Wie werden sich Angebot und Nachfrage entwicklen?
  • Welche Möglichkeiten gibt es jeweils sein Geld anzulegen?