fbpx
Über dieses wichtige Batteriemetall wird seit einiger Zeit viel diskutiert, und der Markt für Lithium ist zweifellos in guter und erwartungsfroher Stimmung. Aber die wenigsten dürften wissen, was sich wirklich hinter diesem scheinbar allgegenwärtigen Metall verbirgt. Dem soll in diesem Blogbeitrag Rechnung getragen werden. Denn bevor Sie einsteigen und in dieses wichtige Metall investieren, sollten Sie ein paar Fakten kennen:  

Während Unternehmen wie Tesla eher schrill den Nachrichtenmarkt versorgen (obwohl Produktivität und Qualität dieser Schmiede weit vom eignen Anspruch entfernt liegen) gibt es etliche weitere und in der Tat weitaus größere Player im globalen Lithiummarkt. Denn die sogenannte Gigafactory von Tesla ist nicht die einzige Megafactory für Lithium-Ionen-Batterien da draußen, und Lithium und der Lithium-Markt haben mehr zu bieten als Elektrofahrzeugbatterien. Investoren, die sich neu orientieren wollen geben wir hier ein paar Fakten mit auf den Weg.

Produktion Tesla Fabrik

​Sorgt häufig für Schlagzeilen - aber bestimmt nicht alleine über das Lithium-Schicksal: Teslawerk in Nevada

Sie wollen mehr erfahren über die Batteriemetalle?
Alles über Lithium, Kobalt und Graphit - Im neuen GRATISREPORT

Batterie und Hightech Metalle 2019 Report Cover

INHALT:

Eine Erklärung der Gesamtsituation  

Welche Antriebsquellen gibt es zur Zeit, und welche Metalle und Mineralien werden benötigt?

Die Auswirkungen auf Rohstoffe und Exploration    

Die wichtigsten Batteriemetalle (Kobalt, Lithium und Graphit)

1. Lithium ist ein bemerkenswertes Metall  

Lithium ist das leichteste Metall im Periodensystem. Es ist nur halb so dicht wie Wasser und gehört zur Gruppe der Alkalimetalle. Es verfügt über eine hohe spezifische Wärme, was es für die Herstellung von hitzebeständigem Glas nützlich macht, während es vor allen Dingen aufgrund seines elektrochemischen Potenzials für die Batterieproduktion so nützlich ist.

​2. Abgebaut wird Lithium in Pegmatitgängen (Primärlagerstätten) und Salzsolen (Sekundärlagerstätten)

Nachdem wir in letzter Zeit etliche Kommentare erhalten hatten, dass für Lithium die Natur zerstört werde und Afrika ausgebeutet werde, hier eine Richtigstellung: Die Hauptlieferanten für Lithium sind Australien, Chile, Argentinien und Bolivien. In Australien wird Lithium meist aus unterirdischen Pegmatitgängen abgebaut (bzw. aus verschiedenen Glimmermineralien wie Zinnwaldit), was in etwa den gleichen ökologischen Fußabdruck wie jede andere Mine auch nach sich zieht. Zumeist befinden sich die australischen Minen im Hinterland (Outback), wo sich die Zerstörung von Vegetation o.ä. sehr in Grenzen hält. In Südamerika wird Lithium aus Salzseen gewonnen, die sich in verwüsteten Hochplateaus befinden. Auch hier hält sich die Umgestaltung der Natur in Grenzen.

Das sogenannte Lithiumdreick in Südamerika

​Fast die gesamte Lithiumproduktion aus Salzseen entstammt dem sogenannten Lithiumdreick zwischen Chile, Argentinien und Bolivien. 

3. Es gibt eine ganze Reihe an Lithiumprodukten

Die Lithium-Wertschöpfungskette ist einigermaßen komplex. Erstens gibt es verschiedene Arten von Lithiumderivaten (also aus Lithium abgeleitete Produkte) aber auch viele verschiedene Anwendungen für das Mineral. Nachdem Lithium aus einer Lagerstätte gewonnen wurde, wird es häufig zu Lithiumcarbonat, Lithiumhydroxid oder Lithiummetall verarbeitet. Batterietaugliches Lithiumcarbonat und Lithiumhydroxid können zur Herstellung von Kathodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien verwendet werden. Die meisten Verunreinigungen müssen entfernt werden, damit eines der beiden Materialien als Batteriequalität eingestuft werden kann.

Lithiumprodukte Lithiumkarbonat Lithiumhydroxid

Hydroxid ist in der Regel teurer als Carbonat, kann aber Kathodenmaterial effizienter herstellen. Außerdem wird Lithium als Metall zur Zeit auch zur Herstellung von Anodenmaterial für Hochenergiebatterien verwendet. Lithiummetall wird durch die Elektrolyse von Lithiumchlorid und Kaliumchlorid hergestellt. Die Popularität von Lithium-Metall nimmt zu, da es in Festkörperbatterien verwendet wird, die mit fortschreitender Verbesserung der Energiespeicherung eine Alternative zur herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterie-Technologie werden könnten.

Neben batterietauglichen Materialien gibt es aber auch einen Markt für sogenanntes technisches  Lithium. Dieses wird beispielsweise aus hochwertigem Lithiumkonzentrat gewonnen und zur Herstellung von Glas und Keramik eingesetzt. Lithium-Produkte technischer Qualität müssen zum Beispiel sehr niedrige Eisenkonzentrationen aufweisen.


​4. Mehr als Batterien

Während der Batteriemarkt natürlich am meisten Aufmerksamkeit erregt hat, und die Lithiumnachfrage aufgrund des wachsenden Energiespeicherbedarfs weiter steigt, sind auch weitere Sektoren für die Gesamtnachfrage wichtig.

Neben auf den Batteriemarkt 56% entfielen, waren es für Keramik und Glas 23 Prozent, für Schmierfette 6 Prozent und für weitere Anwendungen 15 Prozent (Pharmazeutika, Schmierstoffe und hitzebeständiges Glas).

Verwendungen für Lithium

​5. Es gibt nicht den 'einen Lithiumpreis'

Aufgrund dieser Ausführungen dürfte klar sein, dass es nicht einen einzelnen Lithiumpreis gibt. Zudem wird das Metall nicht als Gut an einer öffentlichen Börse gehandelt, und die weltweit führenden Lithiumproduzenten geben nicht oft Statistiken heraus. Lange Zeit wurde der größte Teil des Lithiums der Welt von einem Oligopol von Produzenten produziert, darunter Albemarle (NYSE:ALB), SQM und FMC (NYSE:FMC). Allerdings haben in letzter Zeit chinesische Produzenten wie Ganfeng und Tianqi einen größeren Anteil am Lithium-Markt erobert - aber der Mangel an Informationen über die Preise hat sich fortgesetzt. Zu unterscheiden sind Preise hauptsächlich nach den oben aufgeführten Anwendungen, bzw. in die Aufteilungen Metall, Hydroxid oder Carbon.

Sie wollen mehr erfahren über die Batteriemetalle?
Alles über Lithium, Kobalt und Graphit - Im neuen GRATISREPORT

Batterie und Hightech Metalle 2019 Report Cover

INHALT:

Eine Erklärung der Gesamtsituation  

Welche Antriebsquellen gibt es zur Zeit, und welche Metalle und Mineralien werden benötigt?

Die Auswirkungen auf Rohstoffe und Exploration    

Die wichtigsten Batteriemetalle (Kobalt, Lithium und Graphit)