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​Gold wird dadurch weiter attraktiver, und kann Anlegern einen Ausweg aus der Dauer-Flaute bieten


Der Chef der US-amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) Jerome Powell ist kein Mann der lauten Worte. Bis Jahresende 2018 allerdings hat er dennoch mit Vehemenz sein Programm der geldpolitischen Straffung und der damit einhergehenden Zinserhöhung gegen alle Widerstände verteidigt. Und die kamen immerhin von zahlreichen Wirtschaftslobby-Verbänden sowie dem Weißen Haus. Hier wie dort war man der Meinung, die Anhebung des Zinsniveaus benachteilige die heimische Wirtschaft.

Allerdings musste der mächtige Notenbankchef nun eingestehen, dass er die Dynamik ebendieser heimischen Wirtschaft wohl überschätzt hat, ebenso wie die Stabilität der Märkte. Die Gründe für weitergehende Zinserhöhungen ‚haben sich abgeschwächt‘. Was milde klingt, kann durchaus für viele Sparer dramatisch sein – ebenso wie für das gesamtwirtschaftliche Geflecht, denn es bedeutet in der Folge dass die künstliche Nullzinspolitik, einst als absolutes Notfallinstrument gehandelt, weiter der Normalfall bleiben wird. Damit steht insbesondere die europäische Notenbank ohne weitere Mittel da, wenn die Konjunktur v.a. des wirtschaftlichen Zugpferdes Deutschland in absehbarer Zeit zu lahmen beginnen wird. Dann blüht dem Kontinent, eventuell auch der Weltwirtschaft Stagfaltion - also eine Stagnation zusammen mit Inflation, was die Lebensumstände vieler Menschen signifikant verschlechtern kann. Denn sowohl die Jobs, also die Quelle für zukünftige Rücklagen, als auch das bisher Angesparte vergangener Rücklagen sind dann in Gefahr.

Atlantischer Schulterschluß

Mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Realität jedoch kommt die angekündigte Anhebung wenig überraschend. So hält sich zum einen die US Inflation niedrig. Vor allem aber sind die Ausblicke wie z.B. durch den Einkaufsmanager-Index bereitgestellt wenig rosig, v.a. was den EU Raum aber auch China betrifft. Ob man es will oder nicht, hängen diese drei Machtblöcke zunehmend in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung voneinander ab. Ende März ließ die Fed also folgerichtig verlauten, dass es das gesamte Jahr 2019 hindurch keine weiteren Zinserhöhungen geben werde.

Natürlich muss die EZB reagieren. Zum einen sind die eigenen Ausblicke kaum besser. Zum anderen würden im Vergleich zu den USA höhere EU-Raum Zinsen den Druck auf den Euro erhöhen, und so die sensible europäische Exportwirtschaft weiter in Gefahr bringen. Also gab auch Draghi bekannt, dass es 2019 zu keiner Zinserhöhung kommen wird.

Keine Weltverschwörung, sondern ererbter Mangel an Alternativen: Die Chefs der beiden mächtigsten Notenbanken Draghi und Powell

Die gerufenen Geister wird man so schnell nicht los

Natürlich sind diese Maßnahmen kurzfristig beruhigend. Aber in Wahrheit wird ein kranker Patient weiter mit zunehmend höheren Dosen an Placebo ruhig gestellt, ohne dass an den Krankheitsursachen gefeilt wird. Die Folgen sind ja seit langem bekannt. Zuviel zu billiges Geld ist verfügbar, dass die Geschäftsbanken u.a. über das TLTRO System (Targeted Long-Term Refinancing Options) preiswert an Unternehmen vergeben können. Die Verschuldung wächst somit. Bei Unternehmen, Haushalten und Staaten gleichermaßen. All dies muss irgendwann zurückgezahlt werden, wofür die Notenbanken noch mehr Fiat-Geld zur Verfügung stellen werden, und zur weiteren Entwertung des Geldsystems beitragen. Wir sehen hier den Zauberlehrling bildlich vor uns, der dem Besen einfach nicht mehr Herr werden will und kann.

​Gold wird wieder zum sicheren Hafen werden. Und sein Wert wird in der Folge steigen

So betrüblich die Aussicht, so wahr aber auch hier die alte Losung ‚Selten ein Schaden wo kein Nutzen‘. Denn Gold bietet hier einen sicheren Anker. Zum einen ist es nicht inflationär: Es kann nicht nach Belieben kreiert werden, sondern nur nach teurer und aufwendiger Suche und Extraktion. Zum anderen ist seine inverse Beziehung zum US-Dollar und zum Zinssatz bekannt. Fallen diese, steigt der Wert des Goldes. Der Goldpreis wird in nächster Zeit sehr wahrscheinlich drei Phasen des Kursanstieges erleben:

  • Wachstum aufgrund gesteigerter Nachfrage, die durch die fallenden Zinsen und den damit einhergehenden Kursverlust des Dollars hervorgerufen wird
  • Weiteres Kurswachstum wenn sich die Konjunkturdaten der Realwirtschaft dann tatsächlich verschlechtern werden. Ob dies bereits 2019 oder erst 2020 eintrifft kann nicht exakt vorhergesagt werden. Aber dass dies der Fall sein wird ist sehr wahrscheinlich, denn Fed und EZB reagieren mit ihren Maßnahmen ja bereits vorab auf diese Änderungen
  • Mittelfristig ein nochmaliger Schub wenn klar wird, dass die gewachsene Nachfrage kaum bedient werden kann, da man die Exploration nach neuen Goldlagerstätten zwischen 2011 und 2016 sträflich vernachlässigt hat. Inzwischen wird jede neu entdeckte Unze Gold teurer und seltener.

Für Investoren lohnt es sich also, sich auf dem zunehmend dynamischen Goldmarkt umzusehen. Denn neben physischem Gold als klassische Absicherung gegen Sparer-Enteignung und Inflation gibt es mit Gold ETC, Gold ETF, Aktien von Goldproduzenten oder Goldexplorern und Zertifikaten eine große Auswahl an Instrumenten auf den Kapital- bzw. Goldmärkten, die alle verschiedene Anlageziele und Risikoklassen der Anleger widerspiegeln.

​Wie investiere ich am besten in Gold? Welche Möglichkeiten gibt es, und welche spezifischen Vorteile haben diese?

In dieser prägnanten Übersichtstabelle haben wir die verschiedenen Möglichkeiten in Gold zu investieren aufgelistet und schauen, welche individuellen Vorteile und Merkmale sie jeweils bieten. Eine schöne Übersicht, damit Sie zielgerichtet in Gold investieren können: Je nach Renditeziel, Risikobereitschaft, Zeit etc. ​