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Warrants (dt. Kaufbefugnis)

Ein Warrant erlaubt seinem Besitzer, einen Anteilsschein der emittierenden Firma zu einem bestimmten Zeitpunkt und zu einem bestimmten Preis zu kaufen, ohne dazu verpflichtet zu sein. Ein Warrant ist also ähnlich einer (Call-)Option. Der Unterschied liegt allerdings meist in dem längeren Zeitrahmen, der ein Warrant seinem Besitzer bis zum Umtausch zur Verfügung stellt. Im Explorationsgeschäft emittieren Explorer gerne Warrants um durch den Verkauf zu zusätzlichem Kapital zu gelangen. In diesen Finanzierungsrunden können Käufer sogenannte ‚Einheiten‘ (Units) kaufen, die i.d.R. aus einem Anteilsschein sowie einem oder einen halben Warrant bestehen. Diesen können die Inhaber dann bis zu einem bestimmten Zeitpunkt einlösen, d.h. wieder in einen Anteilsschein umtauschen. Liegt der wahre Kurs der Anteile beim Stichtag also über dem Warrant-Preis, hat der Käufer einen Gewinn gemacht, da er Anteil zu einem deutlich niedrigeren Preis kaufen (und anschließend wieder verkaufen) kann. Warrants können im Rahmen von öffentlichen Finanzierungsrunden (brokered placements) oder geschlossenen Finanzierungsrunden / Privatplatzierungen (private Placements oder non-brokered Placements) emittiert werden.

World Gold Council (WGC)

Der World Gold Council (WGC) wurde 1987 als Interessensvertretung der Goldindustrie gegründet, mit dem primären Ziel, die Marktentwicklung voranzutreiben und eine einheitliche Plattform für die verschiedenen Mitglieder der Goldindustrie zu bieten. Um diese Ziele zu erreichen arbeitet der WGC mit Iden Finanz-, Schmuck- und Technologiesektoren zusammen (die Hauptabsatzmärkte für Gold) und sucht die Gespräche mit Regierungen und Zentralbanken. Sitz des WGC ist London, und seine Mitglieder bestehen hauptsächlich aus den größten Goldproduzenten wie Goldcorp, Barrick, IamGold, Newmont etc. Seit einigen Jahren arbeitet der WGC auch verstärkt mit NGOs, Medien und weiteren Interessensverbänden daran, das negative Image des Goldabbaus bzw. die dahinter liegenden Ursachen zu verbessern. Dies betrifft u.a. die Umweltproblematik, Abbau in politisch sensiblen Regionen sowie artisanaler Bergbau