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Gold – Garant für Stabilität auch im Jahr 2018

Imaginiert, subtil oder real: Zukunftsängste, v.a. mit Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung, haben Anleger schon immer auf Gold blicken lassen

Gold bleibt weiterhin ein Garant für Stabilität, aufgrund der (übrigens trotz guter ökonomischer Zahlen aus den meisten OECD Ländern) weiterhin bestehenden globalen Instabilität, v.a. in politischer Hinsicht. 2017 wurde kaum eine Gelegenheit ausgelassen, Öl in die vielen verschiedenen, teilweise sicher vermeidbaren Feuer zu gießen. Während die daraus resultierenden Ängste zum Teil einfach diffuser Natur waren und sind, gibt es andere, die aufgrund mit tatsächlich möglicher negativer wirtschaftlichen Folgen durchaus begründet sind. So wären die weltweiten Schockwellen eines Konflikts in Korea, der unmittelbar eine der stärksten und dynamischsten Volkswirtschaften der Welt betreffen würden, in ihrer Stärke kaum abzuschätzen. Über den Nexus Mittlerer Osten, Öl und seinen volkswirtschaftlichen Einfluss brauchen wir an dieser Stelle erst gar nicht zu sprechen. Die Kurse von Gold notieren demzufolge auch meist relativ stabil zwischen US$ 1,300 und 1,350. Dies geschah und geschieht zwar auch gegenüber einem schwächer werdenden USD, aber ich glaube, in diesen Zeiten, an deren ungewissen Vorzeichen sich leider wenig geändert hat, wird das Edelmetall aus vielerlei Gründen bei Investoren beliebt bleiben. Die positive Stimmung gegenüber Gold ist auch anhand der satten Kursgewinne der Goldmajors, z.B. an den Börsen in Sidney und Toronto sichtbar.

Welche Faktoren werden den Goldsektor 2018 zusätzlich beeinflussen?

Es gibt neben der angesprochenen weltpolitischen Ungewissheit noch eine Reihe von weiteren Faktoren, die den Goldpreis 2018 stützen, wenn nicht sogar weiter nach oben drücken werden. Zum einen, und auch das ist eine weiter fortlaufende Konstante deren Ursprung bereits etliche Jahre zurückliegt, ist die Situation des Gesamtangebots bzw. der Fähigkeit, dieses Angebot aufrecht zu erhalten mehr als dürftig. Einige Parameter verdeutlichen diese Lage:

Gold wird knapper:

A) Seit 2007 werden jedes Jahr weniger neue Goldlagerstätten entdeckt als im Vorjahr. Hierfür ist natürlich nicht sie Zahl der entdeckten Lagerstätten maßgeblich, sondern die darin enthaltene Anzahl an Goldunzen.

B) Die Goldgehalte der in Produktion befindlichen oder bald in Produktion gehenden Minen  nehmen ebenfalls ab. Der durchschnittliche Goldgehalt der produzierenden Minen liegt zurzeit bei ca. 1,4 Gramm pro Tonne (2002: Ca. 2 g/t). Ebenso verhält es sich mit den Neuentdeckungen. Auch hier gab es einen Rückgang von ca. 2 g/t auf nun unter 1g/t. Man beachte: Es handelt sich um eine glatte Halbierung. Dies ist ein dramatischer Schnitt.

Peak Gold ist in manchen Ländern nur eine Kondensmilch (Neuseeland). Es ist aber auch die stetig glaubwürdig werdende Theorie, dass die real verfügbare Menge an Gold abnimmt

C) Gibt es weiterhin wenige wirklich profitable Top-Projekte, also v.a. solche mit niedrigen Gesamtkosten (AISC) und/oder hochwertigen Goldgehalten. Das wird bei den Majors zweifellos sowohl in eine Welle von M&A bzw. wenigstens Projektübernahmen führen.

-> Auf der anderen Seite aber werden auch Explorationsobjekte mit solchen raren Eigenschaften noch stärker in den    Fokus der Majors rücken.

Ecuador und Westafrika: Spannende Gebiete für gute Explorationsunternehmen 2018

Weitere Themen, die den Goldsektor 2018 besonders spannend machen: Ecuador, seit langem ein Land, dessen wankelmütiger Charakter mit Blick auf Bergbau von der internationalen Rohstoffwelt gefürchtet ist, hat nun eine überraschend minenfreundliche Politik verabschiedet. Noch dazu verfügt dieser Andenstaat über ein ausgeprägtes, aber auch noch größtenteils unentdecktes Potential. Es werden sich dort im Jahr 2018 sicher etliche spannende Explorationsunternehmen einfinden.

Für Westafrika mit einem ausgeprägten geologischen Potential an Gold (und natürlichen noch vielen weiteren Rohstoffen) bricht hoffentlich eine gute Zeit an.

Eine weitere Destination, der sich Investoren mit offener Neugier nähern sollten, ist Westafrika. Das Potential der mittlerweile etablierten Goldproduzenten Mali und Burkina Faso ist sehr hoch. Dazu kommen die Elfenbeinküste als noch etwas unbekanntes aussichtsreiches Territorium. Auch Liberia möchte seinen Bergbausektor wieder ankurbeln, und Ghana und Guinea sind ebenfalls mit von der Partie. Entscheidend für diese Region ist neben deren starkem geologischem Potential die Tatsache, dass die stabilen Goldpreise sowie die weiter oben beschriebene dramatische Situation mit Bezug auf die Kreation neuen Angebots wieder sehr günstig für ‚exotischere‘ Destinationen ist, die unter den Einschnitten ab 2011 besonders stark zu leiden hatten.